Musik zur Tea Time “The First” – Rezensionen

Gestern am Sonntag den 12. Oktober 2014 pünktlich um 17.00 Uhr war es soweit! Wir präsentierten das Erste unserer Tea Time Concerts im Mozart Saal des Wiener Konzerthauses.

Im ersten Konzert dieser Saison boten wir ein publikumsattraktives Programm, mit dem „Routinier“ Johannes Wildner am Dirigentenpult und dem „Jungstar“ am Cello – Sebastian Bru.

Johannes Wildner führte unser Kammerorchester am Beginn des Konzerts durch die nicht allzu oft gespielte „umstrittene“ zweite Symphonie von W.A. Mozart. Seine Freude am Musizieren übertrug sich gelungen auf unser Ensemble. Spritzig, musikantisch, mit vollem runden Streicherklang und mit hervorragend intonierenden Bläsern im besten Wiener Klangstil interpretierten wir unser Eröffnungsstück.

In dem darauf folgenden zweiten Cellokonzert in D-Dur von Joseph Haydn erwies sich Sebastinan Bru als ein „Sensibilissimus“ der klassischen Tonformung.  Sebastian Bru setzte auf lyrischen Edelklang und musikalischen Feinsinn. Leicht und filigran wirkte sein Spiel, wenn er mit unglaublicher Leichtigkeit schnelle Tongirlanden webte und noch im Piano den Melodien dynamische Schattierungen verlieh.

Den zweiten Teil widmeten wir ganz dem 150. Geburtstag des großen Komponisten der Tondichtung Richard Strauss. Am Programm standen die Metamorphosen – von der eigentlichen Idee der Metamorphose ( „Verwandlung“, „Umgestaltung“) ausgehend wurde das Werk von uns ganz im Sinne und Gedenken an die furchtbaren Grausamkeiten und  Zerstörungen des zweiten Weltkrieges interpretiert. Mit tiefsinnigem bestem Streicherklang und intensiven Ausdruck boten wir gemeinsam mit Johannes Wildner unserem Publikum den letzten „Klagegesang“ von einem der größten Komponisten des vorigen Jahrhunderts.

Den versöhnlichen Abschluss des Konzerts spielten wir gemeinsam mit unserer 1. Oboistin Ines Galler als Solistin im Zwiegespräch mit unserem verehrten Konzertmeister Florian Zwiauer. Ines verzauberte mit ihrem umwerfend schönem Wiener Oboenton das Publikum. Wir brachten J.S. Bachs „Weinen, Zagen, Sorgen, Klagen“ und „A Gloris“, einem Bachs Air aus der D-Dur Suite nachempfundenen Satz von Raynaldo Hahn, zu Gehör.

Unser Ensemble war eine phantastische Einheit mit Johannes Wildner, Sebastian Bru und Ines Galler. Das Publikum war verzaubert, in unseren Bann gezogen und restlos begeistert. Es dankte uns mit Bravorufen und stehenden Ovationen.

Ein wirklich gelungener Auftakt unseres neuen Zyklus „Tea Time Concerts“ in dieser Saison.