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Florian Krumpöck – Pianist & Dirigent: “der hochvirtuose Kaviertiger” aus Österreich

„Vergessen Sie Lang Lang und Arcadi Volodos. Auch in Österreich gibt es hochvirtuose Tastentiger“. So urteilte die Tageszeitung „die Presse“ über den 1978 geborenen Wiener Pianisten und Dirigenten Florian Krumpöck.

Im vergangenen Juni hatte ich das Vergnügen, den jungen Künstler Florian Krumpöck spielen zu hören und ihn bei meinen Proben zu begrüßen. Er ist ein wundervoller Pianist mit sehr guten technischen wie gestalterischen Fähigkeiten.  Daniel Barenboim

Der Sohn eines Cellisten und einer Kunsthistorikerin zählte schon früh mit Rudolf Buchbinder, Gerhard Oppitz und Elisabeth Leonskaja einige der bedeutendsten Pianistenpersönlichkeiten unserer Zeit zu seinen Lehrern. Kein geringerer als Daniel Barenboim urteilte nach einem Vorspiel schlicht „Ein wundervoller Pianist“ und ebnete damit den Weg zu einer viel versprechenden internationalen Karriere.

Aufgrund sensationeller Kritiken bei seinem Debüt in der Tonhalle Zürich mit dem RSO Moskau unter V. Fedosejew wurde er eingeladen, in bedeutenden europäischen Musikzentren wie Wien, Salzburg, München und Moskau, sowie in Israel, den USA und China zu konzertieren.

Hoch akklamierte Solo-Rezitals bei internationalen Festivals wie etwa den Bregenzer Festspielen, den Salzburger Osterfestspielen oder dem Musiksommer Bad Kissingen festigten seine weitere Laufbahn.

2003 gab er mit einem viel umjubelten Soloabend sein Debüt bei den Salzburger Festspielen und konzertierte erstmals bei der Gesellschaft der Musikfreunde im Wiener Musikverein.

Sir Peter Ustinov präsentierte den jungen Musiker einem breiten Publikum.
Seit 2003 wird Florian Krumpöck exklusiv ein eigener Konzertflügel der Firma Blüthner auf Lebenszeit zur Verfügung gestellt, der ihn auch bei seinen Konzerten und Aufnahmen begleitet.

Bisher erschienen sechs CD – Einspielungen mit Werken von Mozart, Schubert, Liszt und Weber bei Pan Classics, Preiser Records und Blüthner Records (Vertrieb hänssler).
Florian Krumpöck pflegt seit seiner Kindheit ein immenses Repertoire, das neben kompletten Werkzyklen, wie dem Wohltemperierten Klavier von J. S. Bach, den 32 Klaviersonaten sowie den 5 Klavierkonzerten von L. v. Beethoven auch zahlreiche Ur- und Erstaufführungen (u. a. von Korngold, Wellesz, Weigl und Schreker) umfasst und auch pianistische Extremwerke wie Regers Bach-Variationen oder Strawinskys „Trois mouvements de Petrouchka“ einschließt.

Von seinem Mentor Daniel Barenboim angeregt, erweiterte er sein Repertoire um zahlreiche symphonische Werke und Opern und beschäftigte sich in zunehmendem Maße mit dem Dirigieren. Mehrere Gastdirigate bei der Sinfonietta Baden und beim Preußischen Kammerorchester waren die Folge.

2006 erlangte er mit seinem sensationellen Debüt beim Jerusalem Symphony Orchestra mit R. Schumanns zweiter Symphonie auch als Dirigent internationales Aufsehen und wurde daraufhin zum Chefdirigenten der Sinfonietta Baden sowie zum Künstlerischem Leiter der Beethoven-Tage berufen. Ein Jahr darauf dirigierte er im Rahmen eines Neujahrskonzertes erstmals mit großem Erfolg das Philadelphia Orchestra.

Während der laufenden Saison wird Florian Krumpöck zwei komplette Zyklen der 32 Klaviersonaten L. v. Beethovens spielen. Bereits im Oktober gab er zudem sein viel umjubeltes Solodebüt im Wiener Musikverein.
Seit Anfang dieser Saison ist Florian Krumpöck persönlicher Assistent und Cover des Generalmusikdirektors am Gran Teatre del Liceu in Barcelona.